Was macht ein Lernender im Messraum?

Was macht ein Lernender im Messraum?

Februar 2020

Neu bildet Bystronic auch Lernende in der Qualitätsprüfung aus. Der erste ist Adrian Meier – sein Arbeitsplatz ist jetzt der Messraum. Der lernende Polymechaniker hat die Chance gepackt und wird seine Lehre mit der Vertiefung «Qualitätsprüfung» abschliessen.

Adrian Meier ist im dritten Lehrjahr bei Bystronic. In den ersten beiden Lehrjahren hat er alles rund um den Beruf Polymechaniker in der Bystronic eigenen Lernwerkstatt gelernt. «Nach der Zwischenprüfung können wir wählen, in welche Richtung wir uns vertiefen wollen», erklärt Adrian. Die Möglichkeiten bei Bystronic sind vielfältig und seit Sommer 2019 gibt es noch eine mehr. Im Messraum können angehende Polymechaniker ihre Lehre mit Vertiefung «Qualitätsprüfung» abschliessen. «Ich durfte letztes Jahr hier schnuppern und es hat mich gepackt», unterstreicht der 17jährige.

Adrian Meier ist lernender Polymechaniker und erklärt seine Arbeit im Messraum: «Bei den ersten Punkten muss ich besonders schauen, dass der Taster am richtigen Ort tastet»
Adrian Meier ist lernender Polymechaniker und erklärt seine Arbeit im Messraum: «Bei den ersten Punkten muss ich besonders schauen, dass der Taster am richtigen Ort tastet»

Eine Millimeter Arbeit im Mikro-Bereich

Im Messraum prüfen die Mitarbeitenden des Qualitätsteams stichprobenweise Teile, die wiederum ein «Teilchen» der Bystronic Maschinen werden. Es ist eine Millimeter Arbeit im Mikro-Bereich. Denn wir sprechen hier von Abweichungen, die von blossem Auge nicht zu erkennen sind. Unterstützt wird das Team von 3D Messmaschinen, die solche Abweichungen von 1.4 µm erkennen. Ein µm – ausgesprochen als «Mü» – ist ein Mikrometer und somit eine Abweichung von 0.0014 Millimetern.

«Nachdem die ersten Punkte abgetastet wurden, kann ich das Programm schneller laufen lassen»
«Nachdem die ersten Punkte abgetastet wurden, kann ich das Programm schneller laufen lassen»

Die Mikro-Arbeit beginnt

«Wir putzen jedes Teil zuerst, so beseitigen wir Unreinheiten auf der Oberfläche. Dann spannen wir das Teil auf der 3D Messmaschine ein», erklärt Adrian die einzelnen Schritte. Die Pläne sind im Computer gespeichert und geben die Koordinaten an, wo Adrian das Teil auf der Maschine platzieren und befestigen muss. Dann startet die Maschine und misst punktuell. «Es ist ein Koordinaten-Messgerät, ein sogenanntes KMG», erklärt er, während der Sensor das Teil Punkt für Punkt «abtastet». Adrian überlässt nichts dem Zufall und prüft genau, ob der Sensor alle vorgegebenen Punkte misst. Der ganze Vorgang dauert rund 15 Minuten. Danach sieht Adrian auf dem Bildschirm, ob das Teil den Vorgaben entspricht. «Alles iO», meint er lächelnd.

«Dabei schaue ich immer wieder am Computer nach, was die nächsten Schritte sind und ob der Verfahrweg Sinn macht»
«Dabei schaue ich immer wieder am Computer nach, was die nächsten Schritte sind und ob der Verfahrweg Sinn macht»

«Ich sehe den Wert meiner Arbeit»

Das genaue Arbeiten ist sich der lernende Polymechaniker gewohnt. Im Messraum wird aber noch mehr verlangt: «Natürlich steht die Kontrolle der Einzelteile im Vordergrund, aber was alles dahintersteckt, ist äusserst spannend». Denn die Teile werden in der Entwicklung hergestellt und die Zeichnungen dazu muss er lesen können. Diese gibt er im System ein, um die Abweichungen im Mikrometer-Bereich beurteilen zu können. Dabei kommt er mit verschiedenen Abteilungen bei Bystronic in Kontakt und lernt auch unsere Lieferanten kennen. «Hier verstehe ich von Tag zu Tag besser, wie die ganze Firma funktioniert. Dank diesem umfassenden Einblick in den Gesamtprozess sehe ich auch den Wert meiner Arbeit».  

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