Benny an den SwissSkills

Benny an den SwissSkills

September 2020

Während acht Stunden bewies Benny Schärer sein Können im Programmieren an den Beruf-Schweizermeisterschaften. Eine Erfahrung, die der angehende Applikationsentwickler nicht missen will. Sein Fazit: «Ich liebe interessante Probleme zu lösen, ein Wettkampf auf Geschwindigkeit eher weniger.»

«Nur der 15. Platz», sagt Benny nachdem er die Resultate erhalten hat. Ein bisschen enttäuscht ist er. Benny hat Ambitionen, ist ehrgeizig und wollte klar mehr. Er weiss nicht, wo er Punkte verschenkt hat und das wurmt ihn. «Wir wussten nicht, welche Aufgabe wie viele Punkte geben wird», sagt er. Im Wettkampf ist die Aufregung gross und da kann es passieren, dass sich Fehler einschleichen. «Ich habe rund 20 Minuten wegen eines kleinen Fehlers vergeudet», und das passiert ihm im Alltag auch mal, aber an den SwissSkills will man solche Fehler vermeiden.

Etwas anders sieht dies Stefanie Brand, Berufsbildungscoach: «Wir finden den 15. Rang von Benny eine starke Leistung! Immerhin haben über 40 Lernende am Wettbewerb teilgenommen, die sich zuvor über die regionale Ausscheidung qualifizieren mussten. Benny kann aus der Teilnahme viel lernen, was ihm für die Zukunft dienen wird. Die Erfahrung kann ihm niemand nehmen.»

Die Aufgabe

Anstelle der SwissSkills in Bern wurden in 60 verschiedenen Berufen die «SwissSkills Championships 2020» dezentral durchgeführt. Dieses Jahr ist eben alles ein bisschen anders. Und so erhielt Benny statt einer Aufgabe wie sonst, drei Sessions zum Thema Reisen und Fluggesellschaft. Acht Stunden hatte er Zeit, um eine Management Applikation, eine Flugverbindungen-Abfrageapplikation und eine Flug-Buchungs-Applikation zu programmieren. «In jeder Session war eine Datenbank vorgegeben und es gab Mockups. Das sind Skizzen, die darstellen, wie es aussehen soll. Und pro Session gab es noch ein Designkonzept, das Farben, Bilder und Abstände klar definiert», erklärt Benny die Aufgabe, die in Englisch gestellt wurde.

Der Wettkampf

Die Sessions musste er nacheinander entwickeln. Mit der nächsten Session konnte Benny erst beginnen, wenn er die vorherige abgegeben hatte: «An den abgegebenen Sessions durfte ich keine Korrekturen mehr vornehmen. Jede Session ist jedoch nicht einfach, vollständig zu programmieren und so musste ich auch Sessions unvollendet abgeben», erklärt Benny die strengen Richtlinien. Die Sessions programmierte er mit einer Technologie, mit der er sonst nicht arbeitet. Unter Zeitdruck erstellte Benny für jede Session ein Programm mit Funktionalitäten und Anzeigen – mit anderen Worten: er programmierte das Back End und Front End.

Gratulation zum 15. Platz

Benny hat sich bereits im zweiten Lehrjahr an der regionalen Ausscheidung für die SwissSkills qualifiziert. Eine Qualifikation für die Berufs-Schweizermeisterschaften wird meistens erst im letzten Lehrjahr ins Auge gefasst. Unterstützung in der Vorbereitung erhielt Benny vom Berufsbildungszentrum und Bystronic: «Ich konnte mich während rund acht Tagen vorbereiten».

Theoretisch könnte sich Benny via regionale Ausscheidung nochmals für die SwissSkills qualifizieren: «Das überlege ich mir, wenn es soweit ist. Jetzt möchte ich mich in meiner Freizeit wieder meinen eigenen Programmierprojekten widmen», sagt er schmunzelnd.

Über 40 Lernende haben sich für die SwissSkills qualifiziert. Die Berufs-Schweizermeisterschaften wurden kantonal ausgetragen, wie hier in Bern. (Foto: ICT Berufsbildung)
Über 40 Lernende haben sich für die SwissSkills qualifiziert. Die Berufs-Schweizermeisterschaften wurden kantonal ausgetragen, wie hier in Bern. (Foto: ICT Berufsbildung)

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